Die stärksten Trends im Überblick
- Zunahme von Stiefkindverhältnissen: Statistisch endet fast jede dritte Ehe in Deutschland mit einer Scheidung. Viele Kinder wachsen mit einem sozialen Elternteil auf, zu dem oft eine engere Bindung besteht als zum leiblichen Elternteil.
- Ehe für alle und Regenbogenfamilien: Seit der rechtlichen Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Ehen im Jahr 2017 ist das Bedürfnis gewachsen, die dort gelebten Familienverhältnisse auch für die Kinder rechtssicher zu untermauern.
- Der größte Vermögensübergang der Geschichte: In Deutschland werden in den kommenden Jahren schätzungsweise bis zu 400 Milliarden Euro jährlich vererbt. Die Weitergabe dieses Vermögens an soziale Kinder löst ohne Adoption drakonische Erbschaftsteuern aus.
- Wachsende soziale Elternschaft: Pflegekinder, Stiefkinder oder langjährige Lebensgefährten, die wie eigene Kinder aufgewachsen sind, verlangen nach rechtlicher Anerkennung.
Warum die Adoption der beste Weg ist
Die Erwachsenenadoption stellt das stabilste und umfassendste Instrument dar, um soziale Elternschaft rechtlich abzusichern. Sie löst mit einem einzigen familiengerichtlichen Beschluss zahlreiche Probleme auf einmal:
Sie schafft nicht nur emotionale Zugehörigkeit und Rechtssicherheit für medizinische Notfälle (z.B. Auskunftsrechte im Krankenhaus), sondern begründet vor allem ein vollwertiges gesetzliches Erbrecht der ersten Ordnung und verschafft dem Adoptierten die Steuerklasse I mit dem maximalen Erbschaftsteuer-Freibetrag von 400.000 €.
Ohne Adoption gelten soziale Kinder oder Stiefkinder im Erbschaftsteuerrecht als „fremde Dritte“ (Steuerklasse III) und müssen alles, was über den lächerlich geringen Freibetrag von 20.000 € hinausgeht, mit bis zu 50 % versteuern.